Gesprächstherapie

- Wann macht man eine Gesprächstherapie?
- Wie läuft eine personenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers ab
- Wer übernimmt die Kosten einer Gesprächstherapie?

"Es ist im Leben sehr selten, dass uns jemand zuhört und wirklich versteht, ohne gleich zu urteilen. Dies ist eine sehr eindringliche Erfahrung."

Carl Rogers

Für mich ist die personenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers, ein unverzichtbares Instrument in der Naturheilkunde.
Gesundheit beginnt im Kopf!
Damit meine ich nicht nur, sich das Wissen über eine gesunde Lebensweise anzueigenen.
Das Problem liegt auch ganz oft darin, sie umzusetzen.
Wie Albert Einstein schon sagt,
ist es wahnhaft eine Veränderung zu erwarten, wenn man selbst nichts am Verhalten ändert.
Genau hier greift die personenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers.
Sie hat den Ansatz, nicht nach dem Problem zu suchen, sondern die Lösung kommen zu lassen.

Das Thema Selbstheilung ist hier der Schlüssel:

Ein Therapeut, in der personenzentrierten Gesprächstherapie, schafft Bedingungen, unter denen der Patient den Schritt zur Lösung seiner Probleme selbst gehen und seine Angst verlieren kann.
Der Therapeut gibt keine Ratschläge und bewertet nicht. Er nimmt sich vollkommen zurück und begleitet mit aktivem Zuhören,
Jeder Mensch hat das natürliche Streben nach Entfaltung und seelischer Gesundheit und darauf vertraut der Therapeut.
Selbst wenn der Patient davon überzeugt ist, dass er nichts Gutes verdient hat unddavor Angst hat.
Dieses Gedankenmuster ist in der Gesprächstherapie nicht unbekannt und kann durch Empathie, Aufrichtigkeit und Wertschätzung, vom Therapeuten begleitet werden.


Wann macht man eine Gesprächstherapie?

Die personenzentrierte Gesprächstherapie wird bei psychischen Problemen und Störungen angewandt. 
Häufig handelt es sich um  Alkohol-, oder Drogenabhängigkeit, Depression, Angst-, und Panikstörungen oder auch Zwangsstörungen gehören zu den psychischen Themen, die bei der Gesprächstherapie einen Platz finden.

Ich weite das Einsatzgebiet noch ein wenig aus und lasse sie bei chronischen Erkrankungen zum Einsatz kommen.
Zum einen kann eine chronische Erkrankung, eine enorme psychische Belastung darstellen und zum Anderen kann eben auch die Psyche eine Ursache für die chronische Erkrankung sein.
Um eine personenzentrierte Gesprächstherapie erfolgreich zu machen, muss der Patient einige Voraussetzungen erfüllen:
Der Wille, sich selbst besser zu verstehen muss da sein eine gewisse Bereitschaft mitbringen, sich selbst genauer zu erforschen.

Carl Rogers hat sechs entscheidende Bedingungen aufgestellt:

  1. Es ist notwendig für die Interaktion, dass ein Kontakt zwischen Therapeut und Patient besteht.
  2. Der Patient befindet sich in einem inkongruenten Zustand, der ihm Angst bereitet und ihn verletzlich macht.
  3. Der Therapeut ist in einem kongruenten Zustand. Das bedeutet, dass er gegenüber dem Patienten wahrhaftig ist und sich nicht verstellt.
  4. Der Therapeut akzeptiert den Patienten bedingungslos.
  5. Der Therapeut fühlt sich in den Patienten hinein, ohne sich in dessen Gefühlen zu verlieren.
  6. Der Patient nimmt den Therapeuten als einfühlend wahr und fühlt sich bedingungslos akzeptiert und wertgeschätzt

In den ersten Probesitzungen findet man heraus, ob diese Art der Therapie passt.


Wie läuft eine personenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers ab?

Der Patient kommt rein, wird begrüßt und auf den Platz gebeten.
Er bekommt etwas zu Trinken angeboten und dann kommt von mir die Frage:

Und?

Und dann wird gewartet.
Dann sitze ich dem Patienten gegenüber und warte bis er anfängt mir das zu erzählen, was er erzählen will.
Das sind manchmal Dinge, die ihm Angst machen oder auch Themen die ihn zur Zeit beschäftigen.
Ab und zu wird erstmal über das Wetter geredet oder darüber, dass sich der Patient gerade ganz schön blöd vorkommt, weil er eine Therapie macht.

Ganz egal was der Patient sagt. Ich sitze ihm gegenüber und höre mir das an... ohne Wertung.
Und, was meistens verwirrend wirkt: ohne Reaktion.
Dabei ist genau das so wichtig und nimmt die Angst!
Denn dadurch, dass ich auf eine Aussage des Patienten nicht reagiere, bekommt er kein Feedback von mir,  ob ich sein Verhalten als gut oder schlecht bewerte.
Weil ich nämlich genau das tue, ich bewerte nicht.
Ich weiß das jede Handlung eines jeden Menschen eine Ursache hatte.
Jeder Gedanke hat seine Daseinsberechtigung und ist wichtig, denn er führt den reflektierten Patienten zum Kern.
Den Beginn des Problems.
Und diesen Kern findet der Patient dadurch, dass er anfängt zu reden.
Von mir gewollt ist, dass er in Selbstgespräche verfällt. Vielleicht wirkt das auf die Gesellschaft wahnhaft oder macht Angst, aber das ist das Beste was man machen kann.
Der Spruch:

"Manchmal braucht man kompetente Beratung"

ist nämlich absolut korrekt.
Wo sonst soll die Antwort auf alle Fragen liegen, wenn nicht im Patienten selbst?
Jeder hat schon tausendmal tolle gute Ratschläge gehört. Jeder hat schonmal gesagt, "das weiß ich eigentlich",
weil es eben genauso ist.
Jeder weiß was los ist oder was genau einem Angst macht, aber wir haben vergessen uns zuzuhören und uns zu glauben.
So entstehen Probleme. So entsteht Psychosomatik.
Der Körper muss sich mit Gewalt Gehör verschaffen, denn der Mensch hört nicht mehr zu.
Und genau darum ist die personenzentrierte Gesprächstherapie in meinen Augen absolut notwendig für die Naturheilkunde.


Wer übernimmt die Kosten einer Gesprächstherapie?

Die personenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers ist eine Art der Psychotherapie.
Diese Form der Psychotherapie wird gerne in der Naturheilkunde angewandt, weil sie ihrem Wesen entspricht.
Es gibt aber auch Psychologen die diese Gesprächtherapie anbieten.
Der Unterschied zwischen einer Psychotherapie bei einem Psychologen und einer Heilpraktikerin ist,
dass die Kosten beim Psychologen automatisch von der Krankenkasse übernommen werden.
Bei einer Heilpraktikerin, wird es nur von der Heilpraktikerzusatzversicherung übernommen.
Ein weiterer Unterschied ist, dass man beim einem Psychologen teilweise Monate lang auf einen Therapieplatz  warten muss und bei einer Heilpraktikerin, bi mir, nicht.
Speziell in meiner Naturheilpraxis, habe ich immer innerhalb ein paar Tagen,  einen Termin für die erste Sitzung frei. 
Ich stand selbst einmal vor dem Problem, dass ich wochenlang am Telefon hing, um einen Psychologentermin zu bekommen, der nicht erst in 6 Monaten ist.
Daher weiß ich genau, dass das ein wirklich großes Problem ist und keinesfalls so sein darf.
Auch wenn die Regelungen mittlerweile etwas angezogen wurden, ist es für jemanden, der genau jetzt in einer Krise steckt und Angst hat, immer noch eine bescheidenen Situation.